Pizzabacken

Der heilige Vater Benedikt schreibt in seiner Regel im Kapitel über den Pförtner, dass das Kloster so angelegt werden soll, „[…] dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle und Garten, innerhalb des Klosters befindet und die verschiedenen Arten des Handwerks dort ausgeübt werden können“ (RB 66,6). Die Stifterfamilie des Klosters Marienberg, die Herren von Tarasp, hat sich treu an die Weisungen des Ordensvaters Benedikt gehalten, als das Benediktinerkloster unter der Amtszeit von Papst Eugen III. (1145-1153) am jetzigen Standort grundgelegt worden ist.

Auch heute noch gibt es eine Backstube und eine Mühle innerhalb der Klostermauern; erstere findet hin und wieder Verwendung zum Pizzabacken. Vor Kurzem wurde für interessierte Ministranten der alte Backofen erneut eingeheizt. Der klostereigene Backofen, der sich bereits öfters als Pizzaofen bewährt hat, wird somit ganz im Sinne unseres Vaters Benedikt verwendet: „So brauchen die Mönche nicht draußen herumlaufen, denn das ist für sie überhaupt nicht gut“ (RB 66,7).