Ministranten

Der Ordensvater Benedikt von Nursia (†547) schreibt in seiner Mönchsregel, dass dem Gottesdienst nichts vorgezogen werden solle (RB 43,3). Mit dem Wort Gottesdienst (lat. opus dei), meint der hl. Benedikt in erster Linie das gemeinsame Chorgebet. Beim gemeinsamen Beten der Psalmen, ist Gott geradezu in besonderer Weise anwesend; darum spricht Benedikt davon, dass die Psalmen vor dem Angesicht der Engel gesungen werden (RB 19,5). Der hl. Benedikt legt daher größten Wert darauf, das Chorgebet würdig zu gestalten; Herz und Stimme sollen beim Chorgebet miteinander in Einklang stehen (RB 19,7).

Die gleiche Sorgfalt müssen wir umso mehr bei der Feier der hl. Messe beachten, weil Christus hier selber gegenwärtig ist. Zwar verborgen unter den Gestalten von Brot und Wein aber dennoch ist es Christus der HERR, als wahrer Mensch und Gott.

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) betont, dass die Ministranten „einen wahrhaft liturgischen Dienst“ (SC 29) vollziehen, den sie in aufrichtiger Frömmigkeit und in rechter Ordnung erfüllen sollen. In der Benediktinerabtei Marienberg dienen zurzeit zwölf junge Männer (Stand Januar 2015) am Altare Gottes. Durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Kloster ist es der Mönchsgemeinschaft erst möglich, die Liturgie in feierlicher Weise zu begehen. Somit gebührt den Ministranten ein besonderer Dank für ihren Dienst und ihre Treue.

Diese Website möchten wir nutzen, um den Interessierten einen Einblick in das Leben als Ministrant in der Benediktinerabtei Marienberg zu gewähren, das sich nicht zwingend auf den Dienst am Altare beschränken muss, da Gott schließlich in allem verherrlicht werden soll (RB 57,9)!